Neujahrsgrüße des Präsidenten

Nach gut 1 ½ Jahren, denen ich nun unserer Gesellschaft vorstehen darf, habe ich mich zunächst einmal bei meinen Vorstandskollegen für die hervorragende Zusammenarbeit zu bedanken, ebenso aber auch für die vielen guten Zusprüche zahlreicher Mitglieder.
Nur bei einer guten Aufgabenverteilung kann eine mittlerweile auf über 500 Mitglieder angewachsene wissenschaftliche Gesellschaft geführt werden. Die Aktivitäten werden durch die vielen aktiven Mitglieder in den verschiedensten Arbeitskreisen und Gremien sowie durch ihre Beiträge für unser Mitteilungsheft Toxichem & Krimtech wie auch durch die Beteiligung an Workshops, Symposien und weiteren Veranstaltungen getragen. Ich freue mich, dass wir national wie auch international als eine sehr aktive und lebendige Gesellschaft gelten.


Mehr Internationalität wird uns bestimmt auch durch das Joint Meeting von TIAFT und GTFCh 2010 in Bonn zuteil. Die Vorbereitungen laufen hervorragend an, dazu zählt auch die Weiterentwicklung der Homepage, nun auch mit englischsprachiger Version. Ein großer Dank gebührt Stefan Tönnes für sein Engagement in dieser Sache. Ich hoffe, dass die Home-page entsprechend genutzt wird, erst ein verhältnismäßig geringer Anteil der Mitglieder hat sich wohl um die Zugangsrechte für den geschlossenen Bereich gekümmert. Wir sind bemüht, noch mehr Informationsfluss zu ermöglichen.
Der Vorstand stellt sich in 2009 weitestgehend zur Wiederwahl, neu zu besetzen ist allerdings die arbeitsträchtige Position der Schriftleitung unseres Mitteilungsblattes. Außerdem wird auch Karl Schmidt als Leiter der Geschäftsstelle zurücktreten. Sowohl Fritz Pragst wie auch Karl Schmidt verdienen unser aller Dank für die hervorragende Arbeit in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten. Die Positionen sind vakant und entsprechend können Personen zur Neube-setzung vorgeschlagen werden, was selbstverständlich auch für alle anderen Vorstandspositi-onen gilt. Frank Peters hat sich bereit erklärt, ggf. die Geschäftsstellenleitung zu übernehmen, weitere Vorschläge oder Interessensbekundungen für die verschiedenen Positionen würden wir gerne möglichst bis Mitte Februar erhalten, die Wahl des Leiters der Geschäftsstelle er-folgt durch den Vorstand.
Mitglieder in unserer Gesellschaft kommen originär aus dem universitären Bereich sowie aus den Kriminal- und Zollämtern und in den letzten Jahren auch verstärkt aus Privatlaboratorien. Es ist erfreulich, dass sich Angehörige dieser verschiedenen Sektionen unter dem Dach der GTFCh finden und austauschen. Weiter- und Fortbildung wie auch Empfehlungen für quali-tätsorientierte Laborarbeit sollen weiterhin forciert vorangetrieben werden, wobei wir auf Be-teiligung aus allen Bereichen angewiesen sind. Entsprechend sind die Arbeitskreise ausge-richtet. Erfreulich ist, dass immer mehr Nachfragen und Anträge zu Fachtiteln erfolgen, nicht zuletzt deshalb wurde ja auch der neue Fachtitel Klinischer Toxikologe GTFCh geschaffen. Fachtitel sind daneben als Forensischer Toxikologe wie auch als Forensischer Chemiker GTFCh zu erlangen, unter letzterem kann u.a. ein Fachtitel für den Arbeitsbereich „Foren-sisch-chemische Untersuchung von Körperflüssigkeiten und anderen biologischen Materialien von lebenden Personen“ beantragt werden, wozu wir verstärkt Nachfragen erhielten. Die Kri-terien ergeben sich aus den Weiterbildungsordnungen.

In den letzten Monaten habe ich von verschiedenen Seiten erfahren, dass leitende Personen aus den Kriminalämtern der Arbeit oder der Entwicklung unserer Fachgesellschaft kritisch gegenüberstehen. Kürzlich war ich Gast bei einem Treffen der KT-Leiter und war wirklich sehr überrascht über viele Missverständnisse und – aus meiner Sicht - Fehlinterpretationen, die ich hoffentlich ausräumen konnte. Dennoch glaube ich verspürt zu haben, dass unsere Gesellschaft bei der Leitung einiger Ämter nicht in vollem Umfang Unterstützung und Aner-kennung findet. Ich hoffe, dass ich bzw. der Vorstand in einem Dialog bleiben und weiter Aufklärung über unsere Aktivitäten betreiben können, was mir persönlich sehr am Herzen liegt. Wir sollten gemeinsam die Notwendigkeit einer qualifizierten Weiter- und Fortbildung und gerade die besondere Bedeutung eines persönlichen Austausches mit Fachkollegen weiter darlegen.
Den Höhepunkt in 2009 wird für die GTFCh zweifelsohne das Mosbacher Symposium vom 02.-04. April darstellen, neben dem Workshop, der in Heidelberg stattfinden wird. Daneben finden sich erfreulicherweise immer mehr auch nicht reine GTFCh-Veranstaltungen, die mit GTFCh-Fortbildungspunkten ausgezeichnet sind. Es ist erfreulich, dass die Organisatoren den Wert einer Fortbildung anerkennen und die GTFCh entsprechend wahrnehmen.

Ich freue ich mich auf ein Wiedersehen spätestens in Mosbach und wünsche allen Mitgliedern ein erfolgreiches Jahr 2009.


Ihr Frank Mußhoff
(Präsident der GTFCh)