Neujahrsgrüße des Präsidenten für 2017

Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen,

das Jahr 2017 steht vor der Tür und wird uns mit neuen Herausforderungen überraschen, die wir bewältigen werden.

Auf das letzte Jahr zurückblickend möchte ich an dieser Stelle für die erfolgreiche Durchführung der drei für die Mitglieder der GTFCh organisierten Veranstaltungen danken, die „Analytica Conference“ in München (Pharmakologie und Toxikologie in Homburg/Saar), die „Fortbildungs- und Weiterbildungsveranstaltung der GTFCh“ in Kirkel (Pharmakologie und Toxikologie in Homburg/Saar, GTFCh-Geschäftsstelle) sowie den „Workshop der GTFCh“ in Freiburg (Rechtsmedizin Freiburg).

Die nächsten von der GTFCh organisierten Gelegenheiten zu einem fachlichen und persönlichen Austausch werden sein: die Fachfortbildung für die Technischen Assistentinnen und Assistenten vom 24.-25. März. in Weiden in der Oberpfalz (Synlab MVZ), das XX. GTFCh Symposium in Mosbach 27.-29. April und der „Workshop der GTFCh“ am 5.-6. Oktober 2017 in Rostock (Rechtsmedizin Rostock). Leider hatte sich in diesem Jahr keine Institution gefunden, die TA-Fortbildung zu übernehmen, was auf begrenzte personelle Ressourcen zurückzuführen sein dürfte. Daher freut es mich besonders, dass diese Veranstaltung jetzt bis 2018 konkret geplant ist, auch Ausrichter für die GTFCh-Workshops in 2018 und 2019 konnten gewonnen werden.

Die Förderung des toxikologischen Nachwuchses ist heute dringender denn je. Die hohe Nachfrage nach qualifizierten Toxikologinnen und Toxikologen resultiert aus dem wachsenden Bedarf an forensisch-toxikologischen Analysen, beispielsweise im Rahmen der Fahreignungsüberprüfung, der derzeit nicht befriedigt werden kann. Das liegt in erster Linie daran, dass die Ausbildungsmöglichkeiten begrenzt sind. Die forensisch-toxikologischen Aufgaben sind zwar teils als hoheitliche Aufgaben anzusehen, die dafür notwendige Ausstattung mit den erforderlichen modernen Analysensystemen und mit Personal unterliegen jedoch bundeslandabhängigen Strategien und Qualitätsanforderungen, die eine Qualifizierung zu Fachtoxikologinnen und Fachtoxikologen teils unmöglich macht. Die dezentrale Fort- und Weiterbildung ist daher ein sehr wichtiger Baustein zum Erhalt und zur Entwicklung unserer Kompetenz.

Forensische Toxikologie geht deutlich über rein analytische Aspekte hinaus, gerade die Begutachtungskompetenz ist schwierig zu vermitteln. Mit Blick auf die Weiterentwicklung junger Toxikologinnen und Toxikologen wurde daher im letzten Workshop eine Station „Begutachtung“ durchgeführt. Die insgesamt positiven Rückmeldungen zeigen, dass dieser Qualifizierungsbereich als sehr wichtig angesehen wird und möglicherweise einen Stammplatz in den zukünftigen Workshops finden wird.

Wir begehen in Mosbach unser zwanzigstes Symposium und werden aus diesem Grunde neben dem wissenschaftlichen Programm auch auf die Entwicklung und die Bedeutung der GTFCh zurückblicken. Im Vorfeld der auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung in Mosbach stehenden Vorstandswahlen möchte ich schon avisieren, dass sich unser langjähriger Schatzmeister, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans H. Maurer, nicht mehr zur Wahl stellen wird. Für die Neubesetzung der verschiedenen Vorstandspositionen nimmt der Vorstand gerne Nominierungen entgegen und wird diese auf der Mitgliederversammlung vorstellen.

Am Ende dieses Jahres möchte ich mich wieder besonders bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die in ehrenamtlicher und unentgeltlicher Tätigkeit neben dem beruflichen Alltag zur Entwicklung unserer Gesellschaft beigetragen haben. Das sind die Mitglieder des Vorstandes, die Mitglieder der verschiedenen Arbeitskreise, die Organisatoren von Fortbildungs- ¬und Weiterbildungsveranstaltungen, und nicht zuletzt alle diejenigen, die durch ihre Forschungen und Beiträge auf wissenschaftlichen Veranstaltungen unser Fach vertreten und ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Mit den besten Wünschen für ein gutes und erfolgreiches neues Jahr verbleibe ich
Ihr

Stefan Tönnes
(Präsident der GTFCh)