Fortbildungsordnung "Forensisch-Klinische/r Chemiker/in GTFCh"

1. Präambel 

Gemäss Punkt 5 der Weiterbildungsordnung ist der Forensisch-Klinische Chemiker GTFCh zur regelmäßigen Fortbildung verpflichtet. Die Fortbildung soll die Gebiete des Weiterbildungskatalogs umfassen, um die erworbenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten zu vertiefen, neue Erkenntnisse zu erwerben und neue Entwicklungen kennen zu lernen. 

2. Fortbildungskategorien 

Kategorie A: Von der GTFCh anerkannte Workshops, Seminare und Arbeitskreis-Sitzungen 

Kategorie B: Von der GTFCh anerkannte nationale und internationale Kongresse und Tagungen auf den Gebieten des Weiterbildungskatalogs 

Kategorie C: Eigene Vorträge, Publikationen, Lehrtätigkeit, Kongressbeiträge 

Kategorie D: Hospitationen und sonstige Veranstaltungen 

3. Minimalanforderungen, maximale Anrechenbarkeit 

Der Forensisch-Klinische Chemiker GTFCh hat 80 Fortbildungspunkte pro Jahr nachzuweisen. Davon werden 30 Fortbildungspunkte aus Selbststudium anerkannt. Somit ist der Nachweis über 50 Fortbildungspunkte pro Jahr zu erbringen. 

Pro Jahr müssen mindestens 40 Fortbildungspunkte aus den Kategorien A-C erworben werden, wobei aus der Kategorie C pro Jahr maximal 20 Fortbildungspunkte anrechenbar sind. 

Aus der Kategorie D sind pro Jahr maximal 10 Fortbildungspunkte anrechenbar. 

Die Gesamtzahl an Fortbildungspunkten, die pro Jahr erworben werden können, ist nicht limitiert. 

4. Vergabe von Fortbildungspunkten 

Besuchte Veranstaltungen müssen mit Fortbildungspunkten durch die GTFCh anerkannt sein. 

Die anerkannten Veranstaltungen sowie die dafür vergebenen Fortbildungspunkte werden auf der Homepage der GTFCh veröffentlicht. 

Für Publikationen, gehaltene Lehrveranstaltungen und Präsentationen werden von der GTFCh Fortbildungspunkte wie folgt vergeben. 

  • Kongressbeiträge (Vorträge oder Poster) bei Veranstaltungen, die von der GTFCh anerkannt sind, werden mit zwei Fortbildungspunkten pro Beitrag angerechnet.
  • Für Lehrtätigkeit (Vorträge, Vorlesungen, Workshops, Seminare) werden pro Stunde zwei Fortbildungspunkte angerechnet.
  • Der Erst- und/oder korrespondierende Autor einer in einer Zeitschrift im Fachbereich veröffentlichen Publikation erhält vier Fortbildungspunkte, die Koautorenschaft bringt jeweils einen Fortbildungspunkt. 

Über alle zunächst nicht anerkannten Fortbildungsveranstaltungen entscheidet die GTFCh bezüglich deren Anrechenbarkeit. 

5. Nachweis der Fortbildung 

Der Vorstand kann alle drei Jahre die Forensisch-Klinischen Chemiker GTFCh auffordern, Nachweise ihrer regelmäßigen Fortbildung einzureichen. 

Forensisch-Klinische Chemiker GTFCh, die ihre Fortbildung nicht innerhalb der dreijährigen Kontrollperiode absolviert haben, können die fehlende Fortbildung in dem auf die Kontrollperiode folgenden Jahr nachholen. Die hierbei erworbenen Fortbildungspunkte dürfen für die folgende Kontrollperiode nicht nochmals angerechnet werden. 

Kann ein Forensisch-Klinischer Chemiker GTFCh eine ausreichende Fortbildung nicht nachweisen, so entscheidet der Vorstand, ob der Fachtitel ruht oder aberkannt wird. In beiden Fällen wird sein Name von der auf der Homepage der GTFCh veröffentlichen Liste der Fachtitelträger gestrichen. 

6. Sonderregelungen 

Auf Antrag können fortbildungspflichtige Personen durch den Vorstand der GTFCh vorübergehend von der Fortbildungspflicht befreit werden. 

7. Einspruch 

Ist ein Forensisch-Klinischer Chemiker GTFCh mit der Anerkennung der Fortbildungspunkte nicht einverstanden, kann er innerhalb von drei Monaten beim Präsidenten schriftlich Einspruch einlegen. Über die weitere Verfahrensweise entscheidet der Vorstand. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

8. Inkrafttreten der Fortbildungsordnung 

Die vorliegende Fassung ist am 24.01.2015 vom Vorstand verabschiedet und am 17.04.2015 von der Mitgliederversammlung bestätigt worden. 

 


Grammatikalisch maskuline Bezeichnungen gelten im gesamten Text gleichermaßen für beide Geschlechter.

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