Satzung der GTFCh

§ 1 Name und Sitz

1) Die 1978 gegründete Gesellschaft ist als rechtsfähiger Verein im Vereinsregister des Amtsgerichtes Frankfurt/Main unter Nummer VR 7372 eingetragen und führt den Namen

GESELLSCHAFT FÜR TOXIKOLOGISCHE UND FORENSISCHE CHEMIE

2) Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft.

3) Die Gesellschaft wird nachfolgend als GTFCh bezeichnet.

§ 2 Zweck und Aufgaben

1) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, wissenschaftliche Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Insbesondere dient sie der Förderung der toxikologischen und forensischen Chemie in Forschung, Lehre (Aus-, Weiter- und Fortbildung) und praktischer Anwendung sowie der Pflege eines geeigneten wissenschaftlichen Nachwuchses.

2) Der Zweck wird weiterhin verwirklicht durch wissenschaftliche Vortrags- und Arbeitstagungen, auf denen die Mitglieder neue Beobachtungen, Erkenntnisse und Erfahrungen vorweisen, mitteilen und diskutieren können.

3) Die Gesellschaft erteilt die Anerkennung als „Forensischer Toxikologe GTFCh“, als „Forensischer Chemiker GTFCh“, als „Klinischer Toxikologe GTFCh“ und als „Forensisch-Klinischer Chemiker GTFCh“.

4) Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

5) Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden, die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.

6) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Mitgliedschaft und Eintritt

1) Mitglieder können einzelne Personen (ordentliche Mitglieder) und Personengemeinschaften (Kollektivmitglieder) werden.

2) Für die Mitgliedschaft ist der Nachweis einer Tätigkeit im Bereich der toxikologischen und forensischen Chemie bzw. der Nachweis der Unterstützung der Ziele und Zwecke der Gesellschaft erforderlich.

3) Kollektivmitglieder können auch Firmen und Institute werden.

4) Die Mitgliedschaft ist an keine Staatsangehörigkeit gebunden.

5) Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung gewählt.

6) Die Mitglieder, ausgenommen Kollektivmitglieder, besitzen Stimmrecht sowie aktives und passives Wahlrecht.

7) Über die Aufnahme als Mitglied befindet der Vorstand. Seine Entscheidung bedarf keiner Begründung und ist unanfechtbar.

§ 4 Ende der Mitgliedschaft

1) Die Mitgliedschaft endet durch Austrittserklärung, Ausschluss oder Tod sowie bei Auflösung oder Aufhebung der GTFCh. Die Austrittserklärung wird zum Ende des Geschäftsjahres wirksam, in dem sie erfolgt. Die Mitgliedschaft bei Kollektivmitgliedern endet bei deren Auflösung.

2) Ein Mitglied oder Ehrenmitglied kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, wenn er gegen die Interessen und Ziele der Gesellschaft gröblich verstoßen hat oder sich gesellschaftsschädigend verhält. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied innerhalb einer Frist von 2 Monaten Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Ausschluss ist unter Angabe von Gründen bekanntzugeben. Gegen den Beschluss kann der Betroffene innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses Beschwerde beim Vorstand einlegen. Über die Beschwerde entscheidet die nächste ordentliche Mitgliederversammlung endgültig, solange nicht durch ein Gericht anderweitig entschieden wird.

3) Absoluter Ausschließungsgrund ist, wenn ein Mitglied trotz Mahnung mit mindestens 2 Jahresbeiträgen im Rückstand ist. In diesem Fall erfolgt der Ausschluss abweichend von Abs. 2 durch Streichen in der Mitgliederliste zu Beginn des nächsten Geschäftsjahres.

§ 5 Beiträge

1) Über die Höhe der Beiträge der ordentlichen Mitglieder beschließt die Mitgliederversammlung durch einfache Stimmenmehrheit.

2) Der Vorstand kann für bestimmte Fälle Ermäßigungen gewähren und wird ermächtigt, die Beitragshöhe für Kollektivmitglieder festzulegen.

3) Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

4) Der Jahresbeitrag ist im Vorhinein, spätestens am 31.01. jeden Kalenderjahres fällig. Die Mitgliederrechte des laufenden Geschäftsjahres ruhen, sofern das Mitglied seine Beitragsschuld nicht innerhalb einer Nachfrist von 2 Monaten nach Fälligkeit entrichtet hat.

§ 6 Pflichten

1) Die Mitglieder verpflichten sich, die Ziele der Gesellschaft zu fördern, in der Öffentlichkeit zu verbreiten und die Gesellschaft in jeder Hinsicht zu unterstützen.

§ 7 Organe der Gesellschaft

1) Organe der Gesellschaft sind

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand
  3. die Anerkennungskommissionen
  4. Arbeitskreise mit speziellen Aufgabe

§ 8 Die Mitgliederversammlung

1) Die Mitgliederversammlung ist die Versammlung aller erschienenen Mitglieder der Gesellschaft.

2) Die Mitgliederversammlung ist insbesondere zuständig für

  1. Wahl und Abberufung des Vorstandes
  2. Wahl und Abberufung von zwei Kassenprüfer und deren Vertretern
  3. Entgegennahme des Geschäftsberichtes des Vorstands und der Berichte anderer Organe der Gesellschaft
  4. Entgegennahme der Rechnungslegung (Jahresabschlüsse und Kassenprüfungsbericht)
  5. Entlastung des Vorstandes
  6. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
  7. Beschlussfassung über ordnungsgemäß eingegangene Anträge der Mitglieder
  8. Beschlussfassung über Satzungsänderungen
  9. Beschlussfassung über Ehrenmitgliedschaften
  10. Beschlussfassung über Ausschlüsse aus der Gesellschaft
  11. Wahl der Kommissionen zur Anerkennung der Fachtitel
  12. Bestätigung von Weiterbildungs- und Fortbildungsordnungen
  13. Beschlussfassung über die Auflösung der Gesellschaft

§ 9 Einberufung der Mitgliederversammlung

1) Die Mitgliederversammlung ist mindestens alle zwei Jahre vom Präsidenten einzuberufen. Sie wird von ihm oder einem Vizepräsidenten geleitet. Sind diese nicht anwesend, bestimmt die Mitgliederversammlung den Leiter.

2) Außerordentliche Mitgliederversammlungen finden auf Grund eines Vorstandsbeschlusses statt oder wenn eine Einberufung von mindestens einem Viertel der Mitglieder unter Angabe des Zweckes und der Gründe vom Vorstand verlangt wird.

3) Die Einladung zu einer Mitgliederversammlung erfolgt durch den Präsidenten mit einer Frist von mindestens zwei Monaten schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung. Eine Bekanntgabe im Mitteilungsblatt der Gesellschaft gilt als schriftliche Einladung.

4) Anträge zur Mitgliederversammlung müssen mindestens einen Monat vorher beim Vorstand schriftlich eingegangen sein. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Versammlung die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen. Verspätet eingegangene Anträge oder Anträge, die im Laufe der Mitgliederversammlung gestellt werden, sind zur Beschlussfassung auf die nächste Mitgliederversammlung zu vertagen, es sei denn, die Mitgliederversammlung beschließt anderes.

§ 10 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

1) Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme.

2) Das Stimmrecht ist nicht übertragbar.

3) Ausgeschlossene Mitglieder haben kein Stimmrecht, das gilt auch während der Dauer des Beschwerdeverfahrens nach Maßgabe von §4 Abs. 2, Satz 4.

4) Bei Wahlen muss die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlganges und der vorausgehenden Diskussion einem Wahlausschuss mit einem Wahlleiter übertragen werden. Der Wahlausschuss besteht aus 3 von der Mitgliederversammlung bestimmten Mitgliedern. Er wählt aus seiner Mitte den Wahlleiter. Die Form der Abstimmung bestimmt der Wahlleiter. Die Abstimmung muss schriftlich und geheim durchgeführt werden, wenn dies beantragt und durch die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit in offener Abstimmung beschlossen wird.

5) Jede ordentlich einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

6) Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder. Stimmenthaltungen bleiben außer Ansatz, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Versammlungsleiters.

7) Das Protokoll der Mitgliederversammlung wird vom Schriftführer gefertigt. Bei dessen Verhinderung bestimmt die Mitgliederversammlung einen Protokollführer.

8) Bei Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von ¾ der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.

§ 11 Vorstand

1) Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus

  1. dem Präsidenten
  2. zwei Vizepräsidenten
  3. dem Schatzmeister
  4. dem Schriftführer
  5. drei Beisitzern
  6. dem Schriftleiter des Mitteilungsblatts der GTFCh.

2) Die Gesellschaft wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Präsidenten oder durch einen Vizepräsidenten je allein vertreten.

3) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist möglich.

§ 12 Vorstandaufgaben

1) Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten der Gesellschaft zuständig, soweit sie nicht kraft Gesetzes oder auf Grund dieser Satzung anderen Organen der Gesellschaft zugewiesen sind.

2) Dem Vorstand obliegen insbesondere folgende Aufgaben

  1. Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung samt Aufstellung der Tagesordnung
  2. Ausführen der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
  3. die Geschäftsführung der Gesellschaft und die Verwaltung des Gesellschaftsvermögens
  4. die Rechnungslegung (Buchführung, Jahresabschluss, Steuererklärungen einschl. Erstellung eines Jahresberichts)
  5. Abgabe eines Rechenschaftsberichts
  6. die Empfehlung über den Ausschluss von Mitgliedern.

3) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung bestimmt u. a. die Verteilung von Aufgaben unter den Vorstandsmitgliedern und regelt die Einberufung von Vorstandssitzungen und die Beschlussfassung des Vorstandes.

§ 13 Kommissionen zur Anerkennung der Fachtitel

1) Eine Anerkennungskommission setzt sich zusammen aus einem Vorstandsmitglied und 4 bis 9 weiteren Mitgliedern, die den Fachtitel besitzen müssen, wobei die verschiedenen Fachrichtungen zu berücksichtigen sind. Die Kommission wird vom Vorstand vorgeschlagen und von der Mitgliederversammlung gewählt.

2) Die Amtszeit der gewählten Kommissionsmitglieder beträgt 4 Jahre. Wiederwahl ist möglich. Die Erteilung der Anerkennung als „Forensischer Toxikologe, GTFCh“, „Forensischer Chemiker, GTFCh“, Klinischer Toxikologe GTFCh“ und Forensisch-Klinischer Chemiker GTFCh“, erfolgt aufgrund von Weiterbildungsordnungen, die vom Vorstand festgelegt werden. Diese Weiterbildungsordnungen bedürfen der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung.

§ 14 Arbeitskreise mit speziellen Aufgaben

1) Arbeitskreise mit speziellen Aufgaben werden vom Vorstand eingesetzt.

2) Die Arbeitskreisvorsitzenden berichten über ihre Arbeit in der Mitgliederversammlung.

§ 15 Finanzen

1) Die Gesellschaft bestreitet ihre Bedürfnisse aus den Mitgliedsbeiträgen und aus Spenden.

2) Für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft kann nur deren Vermögen in Anspruch genommen werden. Die Mitglieder sind für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft nicht persönlich haftbar.

3) Zwei von der Mitgliederversammlung zu wählende Kassenprüfer oder deren Stellvertreter kontrollieren die Kassenführung. Sie legen der Mitgliederversammlung einen Bericht vor.

4) Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

§ 16 Auflösung

1) Die Auflösung der Gesellschaft kann nur in einer besonders für diesen Zweck mit einer Frist von zwei Monaten einzuberufenden Mitgliederversammlung mit der Mehrheit von ¾ aller Mitglieder - persönlich oder schriftlich - beschlossen werden.

2) Bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Gesellschaft an den Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V. (B.A.D.S.) mit Sitz in Hamburg, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, wissenschaftliche Zwecke (Förderung der Forschung) zu verwenden hat.

§ 17 Registereintragung

1) Die Satzung wurde am 10.05.2017 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen (VR 7372).

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